Selamat Datang

Kuching


 

Kuching ist die Hauptstadt des Bundesstaates Sarawak und mit 325.000 Einwohnern die größte Stadt auf der Insel Borneo. Es gibt viele Theorien über die Namensgebung, aber die meisten scheinen sich darauf geeinigt zu haben, dass es von dem malaiischen Wort für Katze, also kucing, abstammt. Gegründet wurde Kuching 1827 von dem Sultan des bruneiischen Reichs als dritte Hauptstadt Sarawaks. 1840 übertrug der Sultan dem britischem Abenteurer James Brooke die Stadt als Dank, eine Rebellion verhindert zu haben. Später wurde er sogar zum Gouveneur von Sarawak mit dem Titel Rajah ernannt. Neben Katzenstatuen und alten Kolonialbauten findet man heute in Kuching immer mehr moderne Architektur und Hochhäuser. Viele Touristen nutzen die Stadt als Tor zu verschiedenen Nationalparks im Umland. 

 

Gesehenes und Erlebtes


Wir verbrachten in Kuching insgesamt drei Nächte und hatten zwei Tage zur Verfügung. An einem besichtigten wir die Stadt, an dem anderen fuhren wir in zwei Wildlife Center. Frühmorgens ging es für uns in den Bako Nationalpark, wo wir eine Nacht verbrachten, bevor es wieder zurück nach Kuching ging. Die Gegend ist vielseitig und hat viel zu bieten, sodass an durchaus mehr Tage einplanen kann.

 

 

Semenggho Wildlife Center

 

Schätzungen über den Gesamtbestand der Orang Utans auf Borneo liegen zwischen 15.000 bis 45.000. Klar ist jedoch, dass die Menschenaffen vom Aussterben bedroht sind. Der Hauptgrund ist die Abholzung ihres Lebensraumes, dem Dschungel, um Palmölplantagen zu schaffen. Wilderei sowie der illegale Handel mit Jungtieren tragen ebenso dazu bei. Auf Borneo befinden sich verschiedene Zentren, die sich dem Schutz der Orang Utans widmen. Eines davon, das Semenggho Wildlifecentre besuchten wir direkt zu Beginn unserer Borneo Reise. An einem Nationalpark gelegen, pflegt es halbwild lebende Orang Utans. Diese wurden aus Gefangenschaften gerettet und mussten das Überleben im Dschungel erst erlernen. Ihnen wird gezeigt, wie sie sich im Wald fortbewegen können, wo sie Nahrung finden und wie die Früchte überhaupt aussehen und verspeist werden können. In der sogenannten Fruitpickingseason, die von November bis März reicht, finden die Orang Utans in der Regel genug Nahrung im Wald. Falls sie nichts finden, können sie zu bestimmten Fütterungszeiten zum Center zurückkehren und erhalten dort etwas.

 

 

Matang Wildlife Center

 

Orang Utans, die gerettet wurden, es jedoch trotz langer Übung nicht schaffen alleine im Dschungel zu überleben, werden an ein anderes Center, dem Matang Wildlife Centre, vermittelt. Semenggoh empfahl uns dort ebenfalls einen Besuch abzustatten. Hier leben die Affen, die täglicher Pflege und der Hilfe von Menschen bedürfen. Dort angekommen erhielten wir einen Anblick, der uns jedoch ziemlich schockierte. Die männlichen Orang Utans befinden sich in kleinen Gitterkäfigen. Dort hingen 1,2 Seile an denen sie schwingen können. Es war schlimmer, als in einem Zoo. Die Weibchen hatten etwas mehr Platz, aber auch hier waren keine Bäume oder Büsche und das kleine Gehege mit einer Betonmauer begrenzt. Das Center befindet sich inmitten eines Urwaldes, es wäre einfach, ein schönes Gehege zu gestalten - der Wald ist direkt dort!

 

 

Bako Nationalpark

 

Das Wandern durch den Regenwald Borneos war eine unglaubliche und unvergessliche Erfahrung für uns. Man bahnt sich seinen Weg durch das Dickicht. Entlang der Trampelpfade, die mindestens einmal im Monat von den Mitarbeitern des Nationalparks freigeschnitten werden müssen. Es ist warm und anstrengend. Man fragt sich, ob es wirklich der Schweiß ist, der einem über den ganzen Körper läuft, oder doch das Wasser, der hohen Luftfeuchtigkeit. Um sich herum hört man Grillen, Frösche und Vögel, die ohrenbetäubend laute Geräusche von sich geben. Einige klingen wie Alarmanlagen. Wenn sich die Affen über den Köpfen von Baum zu Baum schwingen hört man die Äste brechen und Blätter fallen herunter. Im Gebüsch neben, hinter und vor einem raschelt es - man versucht etwas zu sehen. Eidechse, Schlange, Frosch, Spinne, Maus oder etwas größeres? Da sind Bartschweine! Einen ausführlichen Bericht über unsern Tag und die Nacht im Nationalpark findet du hier. 

Verkehrsnetz


 

Deine Unterkunft wird sich vermutlich im Zentrum Kuchings befinden und ist somit etwa 10 Kilometer vom Flughafen entfernt. Der bequemste und schnellste Weg um ins Zentrum zu kommen ist es ein Taxi, kostengünstiger über die App Grab, zu nehmen. Vor Ort kannst du die Sehenswürdigkeiten gut zu Fuß ablaufen. Verschiedene Buslinien verkehren mehrmals täglich zwischen den Nationalparks und anderen interessanten Orten in der Umgebung. 

 

Unsere Unterkunft


 

Wie immer verglichen wir die Preise für alle Unterkünfte der Stadt vorab im Internet. Die Auswahl fiel schnell auf die Woodpecker Lodge. Für gerade mal 11 Euro übernachteten wir in einem privaten Doppelzimmer mit eigenem Bad. Eine gut ausgestattete Küche stand allen Hotelbesuchern ebenfalls zur Verfügung. Noch besser wurde es, als wir den Hotelbesitzer Oliver kennenlernten. Trotz, dass wir mitten in der Nacht eincheckten, war er total entspannt und freundlich. Er nahm sich sogar noch die Zeit uns seine "Woodypedia" Wand zu zeigen, auf der er alle wichtigen Informationen für eine Reise in Kuching und ganz Borneo gebrauchen kann. 

 

Restaurants und Bars


 

Wir verbrachten in Kuching die Tage um das chinesische Neujahresfest. Da in der Stadt viele Malaysier chinesischer Abstammung leben, war es vor Ort ähnlich, wie wir es bei uns zu Weihnachten kennen. Die Straßen und die Geschäfte sind leer. Zum Glück fanden wir in der Nähe ein gutes Restaurant mit indischen und einheimischen Speisen zu kleinen Preisen, bei dem wir sowohl frühstücken, als auch Abendessen konnten. Nach unserer Rückkehr aus dem Bako Nationalpark wollten wir uns nach den Anstrengungen stärken und bekamen Hunger auf etwas "deftiges". Wir entdeckten eine kleine Pizzeria namens Balkanico Pizza, die sich den Standort mit der Bar Big Bottle teilt. Für etwa vier Euro kannst du hier zwischen vier bis fünf Pizzen wählen. Wir bestellten halb Salami und Halbvegeterisch - einfach lecker !

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