Nice to meet you,

Washington D.C.


 

Seit 1801 heißt die Hauptstadt der USA "Washington Discrict of Columbia", oder kurz "D.C". Als Planhauptstadt wurde sie zwischen Maryland und Virginia mit den Maßen von 10 x 10 Meilen am Potomac River erbaut und wuchs über die Jahre mehr und mehr in seine geplanten Ausmaße hinein. Vom früheren sumpfigen Urwald, der sich hier einst erstreckte, ist heute nichts mehr geblieben. Mit seinen 700.000 Einwohnern ist es die 20. größte Stadt der USA, wobei in der Metropolregion 6,3 Millionen Menschen wohnen und die 6. größte Metropolregion des Landes ist.

Washington ist bekannt für die Regierungsgebäude, wie dem Weißen Haus, dem Kapitol und dem Supreme Court, aber auch für seine Denkmäler wie dem Lincoln Memorial, dem Washington Memorial oder der Statue von Ulysses S. Grant. Darüber hinaus gibt es hier einige Museen in denen sich das Land präsentiert, welche daher auch keinen Eintrittspreis verlangen. Wir haben für Washington zwei volle Tage eingeplant und waren überrascht, wie wenig Zeit das doch für diese Stadt war. Wer wirklich jeden Winkel dieser geschichtsträchtigen Stadt erkunden möchte, sollte sich lieber eine ganze Woche freihalten.

Nur eine Autostunde von Baltimore entfernt war unser nächster Halt die Hauptstadt der USA.  Washington liegt auf dem selben Breitengrad wie Neapel und das stellten wir anhand der hohen Temperaturen von 32°C fest. Hinzu kam eine hohe Luftfeuchte durch Regengüsse in der Nacht. Die besten Voraussetzungen für eine Stadterkundung!

 

Arlington National Cemetery 

Unsere erste Station war der Nationalfriedhof in Arlington. Während des blutigen Bürgerkriegs brauchten die USA einen Platz für die auf beiden Seiten gefallenen Soldaten und so wurde in der Nähe von D.C. auf der anderen Seite des Potomac Rivers ein Soldatenfriedhof gegründet. Waren es damals 1865 noch unter 16.000 Gräbern hat es sich heute auf rund 420.000 Beigesetzte erhöht. Neben gefallenen oder verstorbenen Soldaten sind auch noch Witwen der Soldaten, sowie drei ehemalige Präsidenten und einige verunglückte NASA-Astronauten hier bestattet. Die Grabsteine, hauptsächlich aus weißem Marmor, uniformieren auch nach dem Tod noch die Soldaten, und stehen in Reih und Glied in solcher Vielfalt in einem kaum endenden weißen Steinmeer. Tröstlich daran ist nur, das man nicht mehr einen tragischen Tod im Krieg sterben muss, sondern auch nach langem erfülltem Veteranen-Leben hier seine letzte Ruhe findet, wenn man es wünscht. 

 

National Mall

Die National Mall, zu deutsch Nationalpromenade, war von Anfang an Teil der Planung von Pierre L´Enfant, dem Stadtplaner D.C.´s. Die 400 Meter breite Grünfläche erstreckt sich im Norden vom Weißen Haus eineinhalb Meilen zum Thomas Jefferson Memorial im Süden und vom Lincoln Memorial im Westen über zweieinhalb Meilen zum Kapitol im Osten. Sie ist als Ausdruck von Macht, Erhabenheit, Größe und als Selbstverständnis der USA zu verstehen. Neben den genannten Regierungsgebäuden und Denkmälern, ist sie auch Platz für viele Veranstaltungen wie Ausstellungsmessen oder für Demonstrationen wie dem Marsch on Washington 1963 (Martin Luther Kings weltbekanntem "I´have a Dream"). Darüber hinaus ist es Schauplatz bei der Amtseinführung des Präsidenten am Kapitol.

 

Lincoln Memorial

Das Lincoln Memorial wurde zu ehren Abraham Lincolns errichtet und 1922 feierlich eingeweiht. Dabei war sogar sein ältester Sohn Robert Todd Lincoln, schon im fortgeschrittenen alter, anwesend. Lincoln beendete die Sklaverei und war für seine ehrliche Art bekannt und beliebt. Bis heute sind die Amerikanern stolz auf ihren 16. Präsidenten, der verhinderte das die vereinigten Staaten sich entzweien.

 

Das Weiße Haus

1600 Pennsylvania Avenue. Diese Adresse kennt jeder Amerikaner, denn hier wohnt der Präsident der USA. Hochsicher bewacht vom Secret Service und mit einem hohen Zaun umgeben, lässt es sich nur an der Nordseite von Schaulustigen betrachten. Auf der Südseite verhindern einige Schutzzäune, teils auch mit Sichtschutzelementen, einen Blick aus nächster Nähe. Besichtigungs-Touren, wie es sie vor Corona gab, sind heute nur noch über ein Kongress-Mitglied zu bekommen, also nur für Einheimische.

 

Washington Monument

Zu ehren von George Washington, dem Oberbefehlshaber der Armee im Unabhängigkeitskrieg und danach erster Präsident der Vereinigten Staaten, wurde das Washington Monument von 1848 bis 1884 erbaut. Für 5 Jahre war es mit 169 Metern das höchste Gebäude der Erde und wurde dann 1889 vom Eiffelturm in Paris abgelöst. Fun fact. Zuvor war der Kölner Dom auf Platz 1. In Washington wird es aber das höchste Gebäude bleiben, da 1910 per Gesetzt festgehalten wurde, das ein Gebäude nicht größer sein darf als die Breite der angrenzenden Straße plus 20 Feet (also 6,1m). So wollte man den städtischen Charakter mit breiten Alleen erhalten, ein "American Paris".

 

Smithsonian Institute

Das Smithsonian Institute ist eine Forschungs- und Bildungseinrichtung, die 19 Museen, Galerien und einen Zoo in der Hauptstadt betreibt. Das besondere dabei: sie sind riesig, für alle Altersklassen gedacht und verlangen keinen Eintritt. 1846 verabschiedete der US-Kongress, dass aus den Nachlass des verstorbenen englischen Wissenschaftlers James Smithson ein Institut gegründet werden sollte. Es solle allen Amerikanern zur Vermehrung und Verbreitung von Wissen dienen. Über die Jahre wuchs die Sammlung immer weiter an, so dass das eigens dafür gegründete Smithsonian Institute Building (wegen seiner Bauweise auch "The Castle" genannt) zu klein wurde. Mittlerweile befinden sich allein an der Washington Mall neben dem "Castle", neun Museen und Galerien. Darunter die beliebtesten Natural History, American History und Air and Space.

 

Mit über 142 Millionen Objekten menschlichen oder natürlichen Ursprungs ist das Smithsonian Institute der größte Museumskomplex der Welt und wächst immer weiter. Wir besuchten die Museen für Amerikanisch-Indigene Geschichte, Amerikanische Geschichte und das Naturkundemuseum, merkten aber schnell, dass wir viel zu wenig Zeit für diese jeweils dreistöckigen Gebäude eingeplant hatten. Aber das ist nicht weiter tragisch, denn das Smithsonian stellt nach und nach und für jeden frei erhältlich seine gesamte Sammlung online. 

 

Great Falls Park

Genauso wie der Arlington National Cemetery liegt dieser Eindrucksvolle Wasserfall nicht direkt in den Grenzen von D.C. Jedoch liegt er bei einem Besuch von Washington so nah, das wir ihn hier nennen wollen. Nicht nur wir genossen den Anblick der tosenden Wasserfälle im Urwald Amerikas, auch George Washington empfand diesen Ort als Eindrucksvoll, so das er ihn oft besuchte. Der Park ist Teil des George Washington Parkways, der all diese Orte, die ihn in seinen Jahren in Virginia oft anzogen, verbindet. Ähnlich wie schon in Australien sind die Wege vom Parkplatz zum Ort des Geschehens sehr kurz gehalten, so dass es nur ein kurzer Stopp auf der Weiterreise war, was diesem Ort eigentlich nicht gerecht wird.

 

Verkehrsnetz


D.C. verfügt über ein eigenes U-Bahn und Busnetz, einen Schienennahverkehr der ins Umland und sogar an den Rand der Apalachen reicht, eine Fernbahn in Richtung Norden(Baltimore, Philadelphia, New York, Boston), Süden(Richmond oder Florida), und Westen (Pittsburg, Chicago). Mit dem Auto wird es in der Innenstadt schwer, da die Straßen sehr belebt sind. Wir haben daher den Wagen in der Nähe des Pentagons in einer Wohnsiedlung abgestellt und sind in die Metro umgestiegen.

Folg uns gerne auch auf