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Koh Rong


 

Wer in Kambodscha schöne Strände und klares Meer genießen will, sollte Sihanoukville lieber überspringen und mit der Fähre nach Koh Rong oder Koh Rong Sanloem fahren. Koh Rong ist die zweitgrößte Insel Kambodschas und befindet sich im Golf von Thailand, etwa 25km westlich der Stadt Sihanoukville. Mit bis zu 15km Länge und 9km breite kommt sie auf eine Fläche von 78km². Neben den touristisch stark besuchten Ecken und Stränden, gibt es mehrere kleine Fischerdörfer auf der Insel. 

Gesehenes und Erlebtes


Auf Koh Rong erwarten dich abgelegene, weiße Sandstrände mit türkisfarbenem Meer. Hätten wir vorher gewusst, wie paradiesisch diese Insel ist, wären wir länger als vier Nächte geblieben. Vielleicht nicht am gleichen Strand, um noch andere Ecken dieser Insel zu erkunden.

 

 

Hauptpier

 

Der Strand am Hauptpier auf Koh Rong lädt weniger zum Baden ein, als die anderen traumhaften Ecken auf der Insel. Doch wenn du noch Schnorchel Utensilien und Badesachen brauchst oder die leckeren Khmer Küche mit einem Cocktail genießen möchtest, wirst du hier fündig. Es gibt auch einige Resorts in denen du dir ein Bungalow, Zimmer oder Zelt mieten kannst - jedoch empfehlen wir dir eher, dich mit dem Wassertaxi einen oder zwei Stationen weiter bringen zu lassen. Hier sind abgelegenere Resorts - mehr Ruhe, mehr Strand, weniger Menschen. 

 

 

Coconut Beach

 

Unsere Unterkunft befand sich direkt am Coconut Beach, der eigentlich keine Wünsche offen hielt. Da sich an dem Strand nur drei Resorts befinden, die in der Nacht wenig Licht abwerfen, beziehungsweise es für folgendes Ereignis abstellen, konnten wir in der Nacht, ab 21 Uhr, Phytoplankton sehen. Phytoplankton leuchtet im Dunkeln - du siehst es besonders, wenn du ein Tuch oder T-Shirt mitnimmst und dieses im Wasser hochziehst. Durch die Bewegung beginnt das Plankton an zu leuchten und zu gleich bleibt es auf der Oberfläche des Tuchs hängen.

 

Der Strand und das Meer waren an einigen Tagen schöner, als an den anderen. Das lag vor allem an dem Wind - je windiger es war, desto mehr Wellen kamen an dem Strand an, die den Sand aufwirbelten oder Plastik und Algen anspülten. Falls das Wetter an einem Tag also nicht so gut ist, sei nicht gleich enttäuscht, den nächsten Tag kann der Strand traumhaft sein!

 

 

Long Beach

 

Der Long Beach ist wie du vielleicht schon vermutest „lang“. Der reine, weiße Sandstrand erstreckt sich über sieben Kilometer und verläuft sanft in das klare Wasser. Da wir vorab nur Strände aus Europa kannten, war dies einer der schönsten, die wir je gesehen haben. Wir liefen nicht alles ab, konnten an dem Stück, an dem wir waren, aber keinerlei Hotels oder Restaurants sehen. Die Menschen, die dort badeten, kamen entweder mit Touren, Wassertaxis oder über die Wanderwege der Insel zum Strand. Wenn du einen schönen Strand vor deinem Hotel hast, dann ist der Long Beach wohl kein muss. Verbringst du die Tage jedoch am Main Pier oder möchtest einfach mal mehr von der Insel sehen, geh am besten den Wanderweg entlang und kühl dich dann im lauwarmen Meerwasser ab. 

 

 

Schnorcheln

 

Das Meerwasser ist klar und angenehm warm. Die meisten Sandstrände verlaufen langsam in das Meer, sodass du erstmal einige Meter rausgehen musst, um etwas tiefer kommen. Hier kannst du eine klare Sicht, auf den weißen Sandboden genießen und das einfache „Nichts“. Ab und zu verirren sich ein paar kleine Fische, die hoffen, ein paar Hautschuppen von dir ab zubekommen. Möchtest du mehr Meeresbewohner sehen, solltest du dich nach steinigen Abschnitten umsehen. Von der Insel aus werden auch Schnorchel Touren angeboten, jedoch war unsere mehr als enttäuschend. Das Boot hielt direkt über einem Korallenriff und warf wie viele andere zuvor den Anker direkt ins Riff – dass sie damit die Unterwasserwelt zerstören, ist den Bootsfahrern egal. Das Riff war, wie befürchtet, abgestorben. Ein paar Fische und Seeigel fanden sich noch. Etwas weiter von der Anlegestelle entfernt, war das Riff noch intakt. Fragt sich wie lange, wenn weiterhin täglich solche Touren angeboten werden. 

 

 

Fishing Beach

 

Sucht man bei Google Maps nach dem Dorf, findet man es nur unter dem Namen "Wohnland" auf Khmer. Das Dorf befindet sich etwa 15 Minuten Fußweg von dem Coconut Beach entfernt. Möchte man sehen, wie die einheimischen Inselbewohner leben, lohnt sich ein Besuch definitiv. In dem Dorf befinden sich vielleicht 30 Häuser, einige direkt auf dem Wasser, andere auf dem Festland. Die meisten Hütten sind sehr marode, aus altem Holz oder rostigem Blech. Müll, Kokosnüsse und darin umherlaufende Hühner zeichnen das Bild der Hinter- und Vorhöfe. In dem Dorf befinden sich auch ein kleiner Kiosk sowie ein lokales Restaurant. 

Verkehrsnetz


 

Koh Rong liegt etwa 20km vom Festland Kambodschas entfernt und kann nur mit einer Fähre erreicht werden. Die Tickets lassen sich an verschiedenen Schaltern in Sihanoukville erwerben und kosten für eine Hin- und Rückfahrt 20 bis 25 US-Dollar. Steigst du am Main Pier aus, bist du an dem belebtesten Punkt der Insel. Hier findest du viele Wassertaxis, die dich zu anderen Stränden bringen oder Einheimische sowie Touristen, die die schmalen Wege mit Rollern entlangfahren. Reicht dir der Strand vor deiner Unterkunft nicht aus, kannst du auch einfach zu Fuß ins Innere der Insel wandern und den Schildern folgen, die von dort zu vielen anderen, teilweise menschenleeren Stränden führen. 

 

Unsere Unterkunft


 

Wir wollten schon immer mal eine Unterkunft direkt an einem Strand beziehen. Die Insel Koh Rong, mit ihren schneeweißen Sandstränden und türkisfarbenem Wasser bietet viele dieser Unterkünfte, meistens in Form von Bungalows. Die Kosten für einen Bungalow am Strand beginnen jedoch bei 50 Euro die Nacht – nicht unser Budget. Coconut Beach Bungalows hat die „Not“ der Backpacker erkannt und bietet Übernachtungen in einem Zelt, bestückt mit einer großen Matratze, zwei Kissen und einer Decke an. Für 10 Euro die Nacht kann man nicht nur direkt am Strand schlafen, sondern auch die gemütliche Anlage sowie die sauberen Gemeinschaftsbäder nutzen. Aufgepasst Warmduscher: hier gibt es nur kaltes Wasser. Das Hoteleigene Restaurant bietet eine ausreichende Vielfalt an Khmer und westlichen Gerichten und Getränken, die auf einer höher gelegenen Terrasse die eine Aussicht über das kristallklare Wasser bietet. 

 

Lobenswert ist auch die Ausstattung, an dem Front Desk kann man sich kostenlos Schnorchelmasken, Bälle, Drachen und aufblasbares Spielzeug für das Wasser ausleihen. In der Bar befanden sich unzählige Bücher auf allen Sprachen sowie viele verschiedene Spiele. 

Restaurants und Bars


 

Wir hielten uns während der Tage auf Koh Rong an dem Coconut Beach auf. Hier findest du nur drei Unterkünfte, von denen wir zwei testeten - Coconut Beach Bungalows und CocoHut Bar & Restaurant. Beide Restaurants sind trotz der abgelegenen Lage auf der Insel günstig und bieten traditionelle Khmer sowie westliche Gerichte an. Fleisch- und Seefoodliebhaber sowie Vegetarier und Veganer werden hier fündig. Auf eine Kokosnuss am Coconutbeach sollte man natürlich nicht verzichten: Die Kokosnüsse werden teilweise frisch vom Baum gepflückt und serviert.

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