Sawasdee Kha/Khap,

Ayutthaya


Die Stadt Ayutthaya befindet sich etwa 70km nördlich der heutigen Hauptstadt Bangkok. In den Jahrhunderten 1351 bis 1767 war Ayutthaya die Hauptstadt des siamesischen Königreichs Ayutthaya. Im 18 Jahrhundert war sie eine der wichtigsten Metropolen auf dem südostasiatischen Festland. Die Ruinen der Altstadt, die an die Ruinen von Angkor aus Kambodscha erinnern, sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Heute hat die Stadt ca. 53 000 Einwohner und gehört zum UNESCO Welterbe.

Gesehenes und Erlebtes


In Ayutthaya verbrachten wir dreieinhalb Tage. An einem besichtigten wir die Stadt, an den anderen lagen wir krank in der Unterkunft. Wir würden Kulturinteressierten empfehlen zwei volle Tage in der UNESCO Weltkulturstadt zu verbringen, um die Zeit zu haben sich dem ganzen Thema zu widmen. Diese Zeit hatten wir leider, dank einer Salmonellenvergiftung nicht. 

 

Füttern von Elefanten

 

Gegen 15 Uhr bestiegen wir eine kleine Nussschale, die uns über die Kanäle zu den Sehenswürdigkeiten fuhr. Der erste Stopp beinhaltete eine Fütterung eines Elefanten. Am Nachmittag erholen sie sich von den Strapazen des Tages und werden von den Besitzern im Fluss gewaschen. Die Elefanten genießen diesen Teil und sind nur schwer wieder aus dem Wasser zu bekommen. Unser Guide hatte Bananen eingepackt, mit dem wir die Elefanten füttern konnten. Einer der Elefanten hatte jedoch keine Lust mehr auf fremde menschliche Nähe und wurde daher wieder zurück in den Stall gebeten. Ein anderer wurde herbei geholt, der mehr Interesse an den kleinen Süßigkeiten hatte. Man muss dabei erwähnen, dass Elefanten eigentlich immer Appetit haben. Bei ihrem Kalorienverbrauch und der rohstoffarmen Nahrung ist eine Banane so etwas wie Schokolade für uns; man kann nur schwer widerstehen. So wenig Lust auf Menschen muss man erst einmal entwickeln und es zeigt, wie hart dieser Elefant wohl in die Arbeit mit Touristen eingespannt ist. Wir wussten von diesem Teil der Tour leider nichts und wir hätten ihn auch gern übersprungen. Unsere Begleiter waren auch nicht so angetan von der Situation. Nur die Neugierde und die Aufforderung brachte jeden einzelnen dazu eine Banane zu füttern und einmal die Haut eines Elefanten zu streicheln. Die Präsenz der Tiere ist schon enorm. Man kann die Kraft schon aus der Nähe erahnen und dennoch packen sie mit ihrem Rüssel die Früchte so sanft. Alle paar Minuten gab unser Guide dem Elefanten Geldscheine, damit auch der Elefantenführer noch bei Laune blieb. Auch diese konnte der Elefant mit dem Rüssel nehmen und durch ansaugen an der Nase halten, um sie dann seinem Herren zu geben. Nach 15 Minuten ging es dann zum Glück zum nächsten Programmpunkt; Elefanten sollte man sich lieber in freier Natur oder Rettungsstationen erleben, nicht in Gefangenschaft.

 

 

Wat Phanan Choeng und Luang Pho Tho

 

Beim zweiten Stopp gab es dann wieder eine große Erscheinung zu sehen. Dieses mal in 19m hoher und 20m breiter vergoldeter Form. Der Buddha Luang Pho Thu soll Händlern und Seefahrern als Schutz dienen und ist im Jahr 1334 entstanden. Sie ist sowohl eine der größten als auch ältesten der erhaltenen Buddhastatuen des Landes. Einer Legende nach sollen dem Buddha Tränen von den heiligen Augen bis zum heiligen Nabel geflossen sein, als die Burmesen eintrafen und die Stadt zerstörten. Der Buddha befindet sich in der buddhistischen Tempelanlage Wat Phanan Choeng. Der Name Phanan Choeng stammt aus der Khmersprache und bedeutet sitzen mit übereinandergelegten Beinen. Interessanterweise wurde der Tempel 26 Jahre vor der Ernennung Ayutthayas als Hauptstadt des gleichnamige Reiches gebaut.

 

 

Wat Phuttaisawan

 

Der Wat Phuttaisawan befindet sich am Südufer des Mae Nam Chao Phraya. Einer Legende nach soll der spätere König Ramathibodi I hier sein Lager aufgeschlagen haben, bevor er seine Hauptstadt Ayutthaya gründete. Wahrscheinlich lebte er sogar bis zur Fertigstellung seines Palastes Wang Luang, im Jahr 1353, hier. Das wichtigste Bauwerk der Tempelanlage ist der Prang, ein Tempelturm, dessen Form an einen Maiskolben erinnert und zum Symbol der Klöster der führen Ayutthaya-Periode wurde. Westlich des Prang befindet sich der Ubosot, der heiligste Gebäude in einer Tempelanlage. Der Sanghawat, der Wohnbereich der Mönche, liegt im westlichen Teil des Tempels. Unser Guide führte uns voller Stolz zu einem Monument verschiedener Könige oder Krieger, wie er sie nannte.

 

 

Wat Chai Watthanaram 

 

Der Wat Chai Watthanaram befindet sich an dem Westufer des Mae Nam Chao Phraya. Er ist das Wahrzeichen der Stadt Ayutthaya und des Historical Park. Der Tempel wurde im Jahr 1630 als erster Tempel in der Regierungszeit von König Prasat Thong, auf dem Gelände der Residenz seiner Mutter, erbaut. Die Tempelanlage im Khmer-Stil besteht aus einem 35m hohen Prang im Zentrum sowie vier kleineren Prang an den Ecken, die zusammen ein Quadrat ergeben. Die zentrale Plattform ist von acht Kapellen in Form von Chedis umgeben. Nach der totalen Zerstörung der alten Hauptstadt Ayutthaya durch die Burmesen im Jahr 1767 wurde der Tempel nach Plünderung und Enthauptung der Buddhastatuen aufgegeben und viele Ziegelsteine aus den Ruinen verkauft. Erst im Jahr 1987 wurde die Tempelanlage vom thailändischen Fine Arts Department (vergleichbar mit Kultusministerium) restauriert und 1992 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 

Unsere Unterkünfte


Das Nature Home im nordöstlichen Teil der Flussinsel war für uns unverhofft für drei Nächte unser Unterschlupf. Es hat einen kleinen Pool und eine an die Unterkunft angeschlossene kleine Bäckerei. Das Haus wird in Familienhand geführt und die Besitzer sind äußerst freundlich. 

Das Zimmer war mit 16qm größer, als alle die wir zuvor hatten und verfügte über ein eigenes Bad. Das WLAN war gut und das Bett bequem.

 

Verkehrsnetz


Wie erreiche ich Ayutthaya?

Nach Ayutthaya kommt man gut und günstig mit dem Zug. Für nur 0,30€ ist man in 1,5 Stunden von Bangkok aus in der alten Hauptstadt. Andere Möglichkeiten sind Reisebusse oder Minivans, diese sind aber erheblich teurer. Wer es ganz extravagant mag kann sich auch einen Bootsfahrer in Bangkok suchen, der einen auf dem Chao Phraya flussaufwärts zur alten Königsstadt bringt. Preise sind hier aber Verhandlungssache. Wir wählten den Zug und freuten uns über den günstigen Transport. Auf dem Weg stiegen immer wieder Frauen ein, die mit gekochten Mahlzeiten für wenig Geld die Reisenden versorgten. Wir waren in der 3. Klasse unterwegs, was wenig Komfort und viel Lautstärke ausmachte. Für die kurze Fahrtzeit war das aber auszuhalten.

 

Zug von Bangkok nach Ayutthaya

0,30 bis 1,50 Euro, 1,5 Stunden Fahrtzeit

 

Bus von Bangkok nach Ayutthaya

7 Euro, 2,5 Stunden Fahrtzeit

 

Wie bewege ich mich in Ayutthaya am besten fort?

Befindet sich dein Hotel im Zentrum Ayutthayas, kannst du Entfernungen zu einem Restaurant problemlos zu Fuß ablaufen. Wahrscheinlich besuchst du die Stadt, um dir die alten Tempelruinen des Historical Parks anzusehen. Dieser erstreckt sich über eine Fläche von 15km² - hierfür eignet es sich ein Fahrrad für 40 Baht, also 1 Euro, auszuleihen oder die Zeit eines TukTukfahrers für 200 Baht, also 5 Euro oder Taxifahrer für 800 Baht, also 20 Euro zu mieten.

 

Restaurants und Bars


 

Der Sündenfall

Wir können euch leider nicht den Namen dieses Lokals nennen, da er auf Google nur mit thailändischen Lettern aufgelistet ist. Wir wären wohl dort auch nicht gelandet, wenn nicht unser Host uns dieses Restaurant empfohlen hätte. Es war das Ende der Tour mit ihm und er fragte uns, ob wir noch Hunger hätten und bewarb es mit den Worten "Ich gehe da auch oft mit meiner Familie hin. Es ist günstig und lecker." Wie konnte man da nein sagen und so saßen wir mit einem anderen Paar von der Tour im Lokal. Das Essen war nichts besonderes. Wir aßen thailändische und westliche Speisen und hatten danach noch Hunger auf einen Nachtisch. Wir trauten dem Restaurant durch die Empfehlung des Hotelbesitzers so sehr, dass wir unser Essenscredo nur gekochte oder geschälte Speisen zu essen vergaßen und ein Bananaspliteis bestellten. Keine 12 Stunden später lag Melissa mit einer Lebensmittelvergiftung im Krankenhaus und mir ging es auch so ähnlich. Hohes Fieber und Magendarmbeschwerden sollten uns die nächsten drei Tage an diesen Ort fesseln. Wir waren sauer auf uns. Half alles nichts. Wir mussten sogar noch einen Tag länger bleiben. Obwohl er nicht wirklich etwas dafür konnte, hatte unser Gastgeber ein schlechtes gewissen und sorgte mit ausreichend Getränken und Tee um unser Wohl.

 

Malakor Kitchen and Cafe

Nach dem wir wieder auf den Beinen waren ließen wir uns nicht entmutigen wieder thailändisch zu essen. Zur Stärkung nach diesen harten Tagen bestellten wir beide eine ausgehöhlte Ananas die mit frittiertem Reis, Cashewkernen und Ananas gefüllt war. Es fühlte sich gut an endlich wieder etwas im Bauch zu haben! 

 

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